Regulatorik

Herausforderungen bei Umsetzung von regulatorischen Anforderungen

In regulatorischen Großprojekten müssen große Anzahlen von Anforderungen in sehr kurzer Zeit, gleichzeitig umgesetzt werden. Auch wenn die Zeitpläne bis zum Inkrafttreten der Regulierungen meist schon lange bekannt sind, ist es den Projekten aufgrund der teilweise unklaren Ausformulierung der gesetzlichen Vorgaben in der Regel erst sehr spät möglich, eine konkrete Umsetzungsplanung aufzusetzen.  Planungen basieren meist auf Annahmen, welche sich im späteren Projektverlauf als falsch erweisen. Abstimmungsschleifen, Doppelarbeiten und extremer Zeitdruck in der Umsetzung, Test und Transition sind die Folge. Es passiert zudem nicht selten, dass eine auf den ersten Blick einfach erscheinende regulatorische Anforderung zu einem massiven Änderungsbedarf im gesamten Geschäftsablauf führen kann. Bestehende Prozesse müssen Front-to-Back überarbeitet und angepasst werden. Völlig neue Module oder Systeme müssen kurzfristig in die bestehende IT-Landschaft integriert werden.

Regulatorisches Anforderungsmanagement

Um diesen Herausforderungen zu begegnen, ist es im ersten Schritt notwendig, die regulatorischen Anforderungen für das eigene Institut zu übersetzen. Das kann zum Beispiel durch eine genaue Beschreibung der Anforderungen und des sich daraus ergebenden Veränderungsbedarfs an bestehende Prozesse erfolgen. Möglicherweise müssen auch komplett neue Prozesse entwickelt und umgesetzt werden. In diesem Zusammenhang ist es wichtig, rechtzeitig dafür zu sorgen, dass neue Prozesse auch organisatorisch verankert werden. Das Ergebnis ist letztendlich eine neue beziehungsweise angepasste Soll-Prozesslandschaft, die gleichzeitig auch eine Vielzahl von Veränderungen an den IT-Systemen mit sich bringt. Die so ermittelten Anforderungen beziehungsweise notwendigen regulatorischen Anpassungen sollten im Rahmen der Analyse und Konzeption auf Prozess- und Systemebene gebündelt und priorisiert werden. So kann sichergestellt werden, dass jeder Prozess und jedes System nicht unnötig mehrfach verändert werden muss.

Agilität und Regulatorik

In komplexen regulatorischen Projekten, bei denen unter großem Zeitdruck und hoher Unsicherheit neue Anforderungen umgesetzt werden müssen, können agile Methoden helfen, umfassende Veränderungen zu strukturieren und die Produktivität des Teams zu erhöhen. Agilität setzt den Fokus auf eine enge, kontinuierliche Kommunikation beziehungsweise Zusammenarbeit aller Verantwortlichen. Nur so kann im Projektverlauf tatsächlich sichergestellt werden, dass veränderte Rahmenbedingungen auch noch während der Umsetzung berücksichtigt werden können. Damit legen agile Vorgehensmodelle das Fundament für Flexibilität, Reaktionsfähigkeit und Schnelligkeit in regulatorischen Großprojekten.

Test und Einführung

Die gleichzeitige Veränderung von verschiedenen Prozessen und Systemen, die teilweise unter starkem Zeitdruck erfolgt, stellt eine große Herausforderung an Testplanung, Testdurchführung und Transition. Da die Vorbereitung und Durchführung der Tests oftmals auch tiefes Verständnis der fachlichen Zusammenhänge erfordert, ist es wichtig, Test- und Transitionmanager bereits während der Analyse und Konzeption in das Projekt einzubeziehen. So kann sichergestellt werden, dass bei der Bündelung und Priorisierung von Änderungen am Systemumfeld alle wichtigen Aspekte für den Test und die Produktionseinführung berücksichtigt werden.

Schwerpunktthemen / Leistungsspektrum

syracom unterstützt Finanzdienstleister bei der Umsetzung von regulatorischen Anforderungen. Wir analysieren die Auswirkungen neuer Gesetzesinitiativen auf Prozesse, Systeme, Organisation sowie Architektur und erarbeiten konkrete Umsetzungsvorschläge. Unser Leistungsspektrum in regulatorischen Großprojekten liegt an der Nahtstelle zwischen Business und IT:

Aktuelle regulatorische Schwerpunktthemen: 

Regulatorisches Leistungsspektrum:

Regulatorik in der Consileon-Gruppe

syracom kann bei Bedarf auf das Expertennetzwerk der Consileon-Gruppe zurückgreifen. Weitere Informationen dazu finden Sie hier.

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Hendrik Kurz

Leiter Themenbereich
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