Zahlungsverkehr

Zahlungsverkehr & Treasury – in Echtzeit in die Neuzeit

Digitale Zahlungen, Instant Payments: der Zahlungsverkehr, - lange die "graue Maus" der Bankdienstleistungen - verändert sich seit einiger Zeit mit wachsender Geschwindigkeit. Das Ergebnis wird eine neue Generation von Zahlungsverfahren sein. Auf dem Weg dorthin müssen sich Kreditinstitute  und Finanzdienstleister einer Vielzahl von Herausforderungen stellen. Die gravierenden Änderungen betreffen zum einen die Schnittstelle zwischen Banken und Kunden (Retailkunden oder Corporate Treasurers) zum anderen die Zahlungsströme zwischen den Banken.

Neue Schnittstellen, neue Formate, neue Technologien die Banken müssen sich auf die massiven Umwälzungen, mit denen sie konfrontiert werden, vorbereiten. Inhalte und Dimension der Projekte werden die Ressourcen jeder Bank beanspruchen – und zwar sowohl fachlich als auch quantitativ. Das gilt besonders unter dem Druck ambitionierter Zeitplanung und wachsender regulatorischer Anforderungen.

Zahlungsverkehr_Instant Payment

Nach Instant Payments laufen nun bereits Vorbereitungen für die Konsolidierung der TARGET2 und TARGET2Securities-Plattformen. Damit einher geht die vollständige Umstellung auf ISO 20022. (Auch für die EBA ist eine Umstellung auf ISO 20022 zu erwarten.)
Lesen Sie hierzu unseren Blogbeitrag: TARGET2 - TARGET2/T2S Konsolidierung

Auch SWIFT hat eine Umstellung des Auslandszahlungsverkehrs von den heutigen Formaten auf ISO 20022 ab 21. November 2021 angekündigt. Ab diesem Zeitpunkt sollte jede Bank ihre Nachrichten ISO 20022 konform an jeden SWIFT-Teilnehmer senden. Lesen Sie hierzu auch unseren Blogbeitrag: Umstellung auf ISO 20022

Wandel bietet Chancen

Für die Banken eröffnet die aktuelle  Entwicklung der Zahlungsverkehrslandschaft viele Möglichkeiten . Es gilt neue  Systeme und Technologien einzuführen, Architekturen zu überarbeiten, Geschäftsprozesse in der Zahlungsverkehrsabwicklung zu verbessern und insbesondere Zahlungsverkehr und Treasury Management besser zu verknüpfen.


Bereits heute bietet TARGET2 eine Reihe von Instrumenten, mit denen sich Liquiditätsströme genauer steuern lassen. Aus der Einführung des zentralisierten Liquiditätsmanagements (CLM) der konsolidierten TARGET2-TARGET2Securities-Plattform ergeben sich weitere Optimierungspotenziale.

Lesen Sie hierzu auch unseren Blogbeitrag: Central Liquidity Management

Diese zu realisieren ist nicht nur notwendig -, um den gestiegenen regulatorischen Anforderungen an das Liquiditätsmanagement der Banken Rechnung zu tragen. In Anbetracht des absehbaren Endes der Niedrigzinsphase ist nun der richtige Zeitpunkt, um den Grundstein für Kosten- und Ertragspotenziale im Liquiditätsmanagement zu legen.

Auf dem Weg in die Neuzeit des Zahlungsverkehrs und des Liquiditätsmanagements begegnen den Kreditinstituten gleichermaßen Chancen und Risiken. Unsere Berater für das Thema Payments & Treasury helfen Ihnen, die Risken zu minimieren und die Chancen zu nutzen.

Wir unterstützen Sie bei der Vorbereitung, Umsetzung und Leitung Ihrer Zahlungsverkehrs- und Treasury-Projekte. Sprechen Sie uns an.

  • Strategische Fragestellungen
  • Eurosystem (Target2, T2S)
  • Architektur und Anbindung
  • Instant Payments

Regulierung und Innovation prägen weiterhin die Entwicklung des Zahlungsverkehrs. Mit PSD II und Instant Payments sind die Diskussionen um FinTechs in den Hintergrund getreten. Mit T2/T2S Consolidation sehen sich die Banken mit einem richtig „dicken Brett“ konfrontiert. Die von der EZB betriebene Neuentwicklung des TARGET-Systems bindet enorme Ressourcen: Die Software-Readiness für den Go-live im November 2021 muss bereits bis Oktober 2020 der Deutschen Bundesbank gemeldet werden. Geänderte Kontenstrukturen und geänderte Verfahren für das Management der Intraday-Liquidität im Eurosystem sind zusätzliche Herausforderungen.mehr dazuweniger

Hinzu kommt: SWIFT startet die Migration der Zahlungsverkehrsformate auf ISO 20022 zum gleichen Zeitpunkt – allerdings (leider) nicht mit identischen Belegungsregeln. Alles Projekte, die einen soliden Erfahrungsschatz voraussetzen. Und Mitarbeiter mit eben diesem Erfahrungsschatz sind am Arbeitsmarkt praktisch nicht zu finden. Dies gilt für Banken, Beratungsunternehmen und Hersteller von Zahlungsverkehrssoftware gleichermaßen.

Neben diesen Großprojekten wird den Banken im regulatorischen Umfeld einiges abverlangt. Und bei all dem dürfen sie die Bedürfnisse ihrer Kunden nicht aus dem Auge zu verlieren. Verbraucher erwarten innovative Produkte und Dienstleistungen – sei es bei der Überweisung oder beim Zahlen mit der Kreditkarte.

Um dieser Entwicklung standzuhalten, müssen Geschäftsprozesse zukunftsfähig gestaltet und unter anderem die richtigen Softwarelösungen stetig angepasst und weiterentwickelt werden.

Ob komplexe Marktinfrastrukturprojekte oder die Migration auf ISO 20022: syracom-Experten unterstützen Sie bei der Realisierung. Zusätzlich entwickeln wir mit Ihnen die passende Strategie für Ihren Zahlungsverkehr und unterstützen bei der Implementierung von innovativen Lösungen wie Instant Payments.

Verschaffen Sie sich einen Überblick über unser Leistungsspektrum und kontaktieren Sie unsere Zahlungsverkehrsspezialisten.

Weitere Harmonisierungen und Effizienzsteigerungen im Eurosystem sind wichtige Ziele der EZB. Neben Initiativen wie TARGET2-Securities (T2S) und TARGET Instant Payment Settlement (TIPS) ist aktuell das Thema TARGET2/TARGET2-Securities-Konsolidierung auf der Agenda der EZB weit nach oben gerückt. Die EZB hat für die T2/T2S-Konsolidierung (inklusive der Umstellung auf den ISO 20022-Standard) einen straffen Zeitplan mit einem Go-live im November 2021 definiert. Dies heißt für Banken und Finanzinstitute, dass sie jetzt damit beginnen müssen, die erforderlichen Umstellungen einzuleiten.
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Innovative Bezahlsysteme als Herausforderung: Innovative Bezahldienste machen es vor allem internetaffinen Nutzern leicht, online einzukaufen – ob per Smartphone, Tablet oder Notebook. PayPal, paydirekt oder Amazon Payments sind zugleich Herausforderung für alle Unternehmen in Deutschland. Um ihre Handlungsfähigkeit zu erhalten, müssen sie ihre IT-Strategie den geänderten Geschäftsmodellen anpassen. Dazu gehört eine nachhaltige Prozessoptimierung genauso wie die Entwicklung neuer Zielarchitekturen für den Zahlungsverkehr, immer unter Berücksichtigung der fachlichen Anforderungen des Unternehmens. Gemeinsam formulieren wir Anforderungen und Lösungsansätze und stimmen diese mit Ihren Fachabteilungen der externen Partner ab.mehr dazuweniger

Kommunikationskanal und Protokolle

Wichtiger Baustein im Zahlungsverkehr der Banken sind die genutzten Übertragungsprotokolle und Kommunikationswege zu Clearingsystemen und Korrespondenzbanken wie SWIFT und EBICS. Diese setzen den Aufbau einer passenden IT-Infrastruktur oder aber ein Outsourcing der jeweiligen Anbindungen voraus. Wir begleiten Sie gerne bei der Auswahl und Implementierung geeigneter Handlungsoptionen. So werden Sie den Interbanken-Zahlungsverkehr weltweit sicher und schnell abwickeln.

Informationen effizient verwalten und nutzen: Digitalisierung

Dokumente im Zahlungsverkehr digital archivieren und per Mausklick danach suchen. Das ist nicht mehr nur Revolution, sondern sollte Standard aller Banken sein. Alte Belege in großen Archiven entfallen damit. Ob Sie den Service eines Dienstleisters nutzen oder ein eigenes System aufbauen möchten – gemeinsam mit uns integrieren wir Ihr gewünschtes Archivmodell in das IT-System Ihrer Bank.

Geldtransfer in maximal 10 Sekunden (vom Auftraggeber bis zum Begünstigten) an 365 Tagen im Jahr – das ist Instant Payments. In Europa soll es, basierend auf dem EPC Schema SCT Inst spätestens Ende 2018 flächendeckend verfügbar sein. Bereits jetzt gibt es funktionierende nationale Lösungen in Großbritannien und Schweden. Neben weiteren nationalen Anbietern arbeiten derzeit sowohl EBA Clearing (ab November 2017 mit ihrem Angebot RT1) als auch das Eurosystem der Europäischen Zentralbank (Go live im November 2018 mit ihrem Angebot TIPS) an Clearing- und Settlement-Lösungen für den schnellen Zahlungsverkehr.mehr dazuweniger

Die Fragen, die sich die Kreditinstitute bei der Umsetzung von Instant Payments stellen müssen, sind vielfältig:

  • Wie kann die Liquidität für das Clearing der Instant-Payments-Zahlungen rund um die Uhr und an den Wochenenden in den
    verschiedenen Systemen sichergestellt werden?
  • Wie wird die Bonität des Zahlungspflichtigen geprüft?
  • An welches Clearing- und Settlement-System ist die Anbindung sinnvoll und sind möglicherweise mehrere Anbindungen parallel empfehlenswert?
  • Wie soll die Produktausgestaltung für die eigenen Kunden aussehen?

Denn in einem Punkt sind sich Branchen-Experten einig: Instant Payments wird in den kommenden Jahren den Zahlungsverkehrsmarkt sichtbar verändern  und verschiedene Zahlungsinstrumente zumindest teilweise ablösen. Dies betrifft in starkem Maße auch die SEPA-Zahlungsinstrumente. Für die Banken stellt sich daher nicht die Frage ob, sondern nur wann und wie sie ihren Kunden Instant-Payments-Produkte anbieten.

Interessant ist in diesem Kontext auch das Whitepaper von EBA Clearing:

Whitepaper lesen

Durch unsere vielfältigen Kontakte kennen wir das Thema aus erster Hand – wir wissen, wie weit die Planungen der unterschiedlichen Anbieter sind und welche Besonderheiten die verschiedenen Systeme aufweisen. Deshalb kann syracom seine Kunden bei der Entscheidung beraten, die Wirtschaftlichkeit unterschiedlicher Szenarien berechnen und die Institute bei der Umsetzung begleiten.

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Harald Keller

Leiter Competence Center Zahlungsverkehr und Treasury

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