Zahlungsverkehr

Der Zahlungsverkehr kommt zur Ruhe? Weit gefehlt!

Die Weiterentwicklung des Eurosystems fordert und beschäftigt die Banken weiterhin. Nach der Umstellung auf den einheitlichen Euro-Zahlungsverkehrsraum (SEPA - Single Euro Payments Area) steht nun die konsequente Einführung des ISO 20022 vor der Tür. Target2 plant die vollständige Ablösung der klassischen SWIFT-Nachrichten bis Ende 2017.

Mit der Einführung von Target2 Securities wird die Nutzung von ISO 20022 ebenfalls zur Pflicht. Ferner ändert sich das Liquidity Management (Euro Untertagesliquidität) gravierend. Eine Einführung in der dritten Welle für den deutschen Markt bringt für die deutschen Banken ein weiteres Großprojekt mit sich, das spätestens im September 2016 abgeschlossen sein muss.

Diverse neuen Bestimmungen im regulatorischen Umfeld bleiben eine zusätzliche Herausforderung für die Kreditinstitute, wie z.B. die Neufassung der europäischen Zahlungsdiensterichtlinie (Payment Services Directive - PSDII), Embargobestimmungen sowie verschärfte Vorschriften zum Liquidity- und Cash-Management (Basel III) und Initiativen wie SecuRe Pay.

Große Anforderungen und Investitionen verlangt das Thema Instant Payments. Die Initiative der EZB, den Geldtransfer in Echtzeit zu ermöglichen, könnte den Finanzsektor insgesamt revolutionieren. Neue IT-Systeme wären notwendig, gewohnte Abläufe müssten überdacht werden.

Mit fundiertem Banken Know-how aus über 15 Jahren, insbesondere im Bereich Zahlungsverkehr und Treasury, unterstützen wir Sie bei der Bewältigung der anstehenden Herausforderungen. Wir unterstützen Sie bei der Vorbereitung, Umsetzung und Leitung.

  • Strategische Fragestellungen
  • Eurosystem (Target2, T2S)
  • Architektur und Anbindung
  • Instant Payments

Regulierung und Innovation im Zahlungsverkehr, Konkurrenz und Kostendruck – das sind die brennenden Themen für Banken. Immer neue Anforderungen seitens der Gesetzgeber und der Regulatoren, ob national oder international, beeinflussen diesen Bereich erheblich. Hatte man gehofft, mit der SEPA-Umsetzung die Weichen für eine solide Basis gestellt und damit auf Jahre hinaus eine stabile Ausgangsbasis zu haben, ist das Ökosystem im Zahlungsverkehr mehr denn je im Umbruch. Neben innovativen Bezahlmethoden und den damit einhergehenden technischen Herausforderungen werben Fintechs mit Produktinnovationen und neuen Services.mehr dazuweniger

Banken sehen sich folglich zunehmend unter Druck. Regulatorisch wird den Banken beispielsweise im Hinblick auf Authentifizierungsverfahren deutlich mehr abverlangt als den Serviceprovidern. Anbieter neuer Produkte, bilden aber lediglich Teile der gesamten Prozesskette ab und erwarten, dass Banken die häufig kostenintensiven und wenig geliebten übrigen Teilprozesse abdecken. Hinzu kommt ein sich stark wandelndes Verbraucherverhalten. Insbesondere die junge und internetaffine Generation der Bankkunden wünscht sich Alternativen zu Überweisung und Kreditkarte:

  • Wichtige Entscheidungen stehen an bei der Zusammenarbeit mit Fintechs oder der Entwicklung eigener Produkte
  • Instant Payments: eigene Produktansätze oder minimale Umsetzung der EZB-Initiative

Die Zahl der Themen nimmt rapide zu. Um dieser Entwicklung standzuhalten, müssen unter anderem die richtigen Softwarelösungen stetig angepasst und weiterentwickelt werden. Und selbstverständlich ist es notwendig, bestehende Geschäftsprozesse zu analysieren, optimieren und zukunftsfähig zu gestalten.

Mit ihrer Expertise entwickelt syracom gemeinsam mit Ihnen Strategien im Bereich Zahlungsverkehr. Ebenso unterstützen wir Sie bei der Implementierung von Lösungen wie Instant Payments.

Verschaffen Sie sich einen Überblick über unser Leistungsspektrum und kontaktieren unsere Berater.

Die Harmonisierung Europas Finanzmärkte ist längst noch nicht beendet. Target2 Securities und Collateral Management lauten die nächsten Punkte der Agenda. Für die weitere Entwicklung von TARGET2 erfolgte in den vergangenen Monaten eine Marktkonsultation, bei der die EBZ und die Zentralbanken ihre Vision 2020 vorgestellt und um Feedback gebeten haben.mehr dazuweniger

Einige Punkte, wie etwa die Umstellung von TARGET2 auf ISO 20022, werden von vielen Banken kritisch gesehen. Gleichwohl wird eine stärkere Harmonisierung (hinausgehend über SEPA und EUR) als sinnvoll erachtet. Die Einführung neuer Standards muss daher Vorteile bringen. Die Experten von syracom beraten Sie gerne über das Ergebnis der Befragung der EZB und unterstützen Ihr Haus in der Meinungsfindung, aber auch in den Projekten zur Umsetzung.

Bis Februar 2017 soll T2S in 21 europäischen Ländern betrieben werden und nahezu 100 Prozent der in Euro abgewickelten Wertpapiertransaktionen abdecken. Im Rahmen der Einführung kommen – neben der Umsetzung der Basisfunktionen (Änderungen der Settlement-Prozesse und -Standards – Änderungen im Management der Untertagesliquidität, intelligenter Einsatz des Collaterals, zum Beispiel über die sogenannte Auto -Collateralisation auf die Kreditinstitute zu. Die Optimierung dieser Prozesse, aber auch die Umsetzung der diversen bei T2S anhängigen Change Requests der Banken, wird über einen längeren Zeitraum erfolgen. Gleichzeitig wird der für den deutschen Markt geplante Einsatztermin im Februar 2017 Anpassungsbedarf von Verfahren und Prozessen erfordern. Syracom begleitet bereits heute verschiedene Häuser bei der Einführung von T2S. Sprechen Sie uns an!

Innovative Bezahlsysteme als Herausforderung: Innovative Bezahldienste machen es vor allem internetaffinen Nutzern leicht, online einzukaufen – ob per Smartphone, Tablet oder Notebook. PayPal, paydirekt oder Amazon Payments sind zugleich Herausforderung für alle Unternehmen in Deutschland. Um ihre Handlungsfähigkeit zu erhalten, müssen sie ihre IT-Strategie den geänderten Geschäftsmodellen anpassen. Dazu gehört eine nachhaltige Prozessoptimierung genauso wie die Entwicklung neuer Zielarchitekturen für den Zahlungsverkehr, immer unter Berücksichtigung der fachlichen Anforderungen des Unternehmens. Gemeinsam formulieren wir Anforderungen und Lösungsansätze und stimmen diese mit Ihren Fachabteilungen der externen Partner ab.mehr dazuweniger

Kommunikationskanal und Protokolle

Wichtiger Baustein im Zahlungsverkehr der Banken sind die genutzten Übertragungsprotokolle und Kommunikationswege zu Clearingsystemen und Korrespondenzbanken wie SWIFT und EBICS. Diese setzen den Aufbau einer passenden IT-Infrastruktur oder aber ein Outsourcing der jeweiligen Anbindungen voraus. Wir begleiten Sie gerne bei der Auswahl und Implementierung geeigneter Handlungsoptionen. So werden Sie den Interbanken-Zahlungsverkehr weltweit sicher und schnell abwickeln.

Informationen effizient verwalten und nutzen: Digitalisierung

Dokumente im Zahlungsverkehr digital archivieren und per Mausklick danach suchen. Das ist nicht mehr nur Revolution, sondern sollte Standard aller Banken sein. Alte Belege in großen Archiven entfallen damit. Ob Sie den Service eines Dienstleisters nutzen oder ein eigenes System aufbauen möchten – gemeinsam mit uns integrieren wir Ihr gewünschtes Archivmodell in das IT-System Ihrer Bank.

Geldtransfer in maximal 10 Sekunden (vom Auftraggeber bis zum Begünstigten) an 365 Tagen im Jahr – das ist Instant Payments. In Europa soll es, basierend auf dem EPC Schema SCT Inst spätestens Ende 2018 flächendeckend verfügbar sein. Bereits jetzt gibt es funktionierende nationale Lösungen in Großbritannien und Schweden. Neben weiteren nationalen Anbietern arbeiten derzeit sowohl EBA Clearing (ab November 2017 mit ihrem Angebot RT1) als auch das Eurosystem der Europäischen Zentralbank (Go live im November 2018 mit ihrem Angebot TIPS) an Clearing- und Settlement-Lösungen für den schnellen Zahlungsverkehr.mehr dazuweniger

Die Fragen, die sich die Kreditinstitute bei der Umsetzung von Instant Payments stellen müssen, sind vielfältig:

  • Wie kann die Liquidität für das Clearing der Instant-Payments-Zahlungen rund um die Uhr und an den Wochenenden in den
    verschiedenen Systemen sichergestellt werden?
  • Wie wird die Bonität des Zahlungspflichtigen geprüft?
  • An welches Clearing- und Settlement-System ist die Anbindung sinnvoll und sind möglicherweise mehrere Anbindungen parallel empfehlenswert?
  • Wie soll die Produktausgestaltung für die eigenen Kunden aussehen?

Denn in einem Punkt sind sich Branchen-Experten einig: Instant Payments wird in den kommenden Jahren den Zahlungsverkehrsmarkt sichtbar verändern  und verschiedene Zahlungsinstrumente zumindest teilweise ablösen. Dies betrifft in starkem Maße auch die SEPA-Zahlungsinstrumente. Für die Banken stellt sich daher nicht die Frage ob, sondern nur wann und wie sie ihren Kunden Instant-Payments-Produkte anbieten.

Interessant ist in diesem Kontext auch das Whitepaper von EBA Clearing:

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Durch unsere vielfältigen Kontakte kennen wir das Thema aus erster Hand – wir wissen, wie weit die Planungen der unterschiedlichen Anbieter sind und welche Besonderheiten die verschiedenen Systeme aufweisen. Deshalb kann syracom seine Kunden bei der Entscheidung beraten, die Wirtschaftlichkeit unterschiedlicher Szenarien berechnen und die Institute bei der Umsetzung begleiten.

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Harald Keller

Leiter Themenbereich Zahlungsverkehr

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