
81 Prozent der befragten Unternehmen halten KI für wettbewerbsentscheidend. Doch nur etwa jedes neunte Unternehmen hat es geschafft, ein KI-Pilotprojekt erfolgreich in den Regelbetrieb zu überführen. Das zeigt der aktuelle Digital Food Monitor 2026 – Zwischen Pilot und Praxis.
Die Herausforderungen liegen nicht allein in der Technologie selbst. Häufig fehlen eine geeignete Dateninfrastruktur, klare Verantwortlichkeiten und die notwendigen Kompetenzen. Hinzu kommen steigende Anforderungen an Datenschutz, Informationssicherheit und Regulierung.
Wie Unternehmen Hürden überwinden und KI-Potenziale sicher in die Praxis bringen können, beleuchtet Hendrik Kurz von syracom mit seiner Expert Voice in der Studie.
Was können Lebensmittelhersteller von anderen Branchen lernen? Eine ganze Menge. Insbesondere Finanzdienstleister verfügen bereits über Erfahrungen beim Einsatz von KI in stark regulierten Umgebungen.
Dort entstehen entlang der weitgehend digitalisierten Wertschöpfungskette zahlreiche Anwendungsfälle. KI unterstützt Teams bei ihrer täglichen Arbeit und übernimmt zunehmend eigenständig Aufgaben. Aus einem digitalen Werkzeug wird ein aktives Teammitglied.
Neue Möglichkeiten brauchen jedoch verlässliche Rahmenbedingungen, denn vertrauliche Daten müssen geschützt bleiben. Deshalb setzen Finanzdienstleister verstärkt auf geschützte KI-Umgebungen wie Sovereign AI oder Managed Private AI. So lassen sich KI-Potenziale nutzen, ohne die Kontrolle über sensible Informationen aus der Hand zu geben.
Für Lebensmittelhersteller eröffnet KI spannende Möglichkeiten: von präziseren Absatzprognosen über eine optimierte Produktionsplanung bis zur Automatisierung administrativer Prozesse.
Entscheidend ist dabei nicht, möglichst viele KI-Anwendungen einzuführen. Doch wo lohnt es sich, KI einzusetzen? Sinnvolle Anwendungsfälle bestehen häufig dort, wo Prozesse täglich gelebt werden, wie beispielsweise in den Fachbereichen. Sie kennen die Abläufe, erkennen Verbesserungspotenziale und können einschätzen, welche Aufgaben KI sinnvoll unterstützen oder übernehmen kann.
Hendrik Kurz, Mitglied der Geschäftsleitung und Finanzexperte bei syracom, bringt dies in seiner Expert Voice auf den Punkt: „Ein wichtiger Erfolgsfaktor ist, einen konkreten und messbaren Nutzen zu erreichen. Das hilft dem Unternehmen und motiviert gleichzeitig das Team.“
Denn bei allem KI-Hype gilt: Der Mensch macht den Unterschied. Wer Teams frühzeitig einbindet, ihre Erfahrungen nutzt und Raum für neue Ideen schafft, entwickelt Lösungen, die nicht nur technisch überzeugen, sondern im Arbeitsalltag wirklich etwas bewegen.
Mit dem zunehmenden KI-Einsatz wachsen auch die Anforderungen an Governance, Datenschutz und Informationssicherheit. Der EU AI Act stellt Unternehmen vor zusätzliche Aufgaben – auch in der Lebensmittelindustrie.
Für einen verantwortungsvollen Einsatz braucht es transparente KI-Systeme, eindeutige Verantwortlichkeiten und eine frühzeitige Bewertung möglicher Risiken. Sicherheit und Regulierung sollten deshalb nicht erst am Ende eines KI-Projekts betrachtet werden, sondern von Beginn an Teil der Umsetzung sein.
Geschützte KI-Umgebungen könnten künftig auch für Lebensmittelhersteller an Bedeutung gewinnen. Welche Lösung wirtschaftlich und technisch sinnvoll ist, hängt dabei von Unternehmensgröße, Anwendungsfall und Schutzbedarf ab.
Unser Fazit: Erfolgreicher KI-Einsatz beginnt mit einem klaren Ziel, braucht die richtigen Rahmenbedingungen und lebt von den Menschen, die ihn gestalten. Wer Business, IT und Regulatorik zusammenbringt, schafft die Grundlage, um aus KI-Potenzialen nachhaltigen Geschäftsnutzen zu machen.
Ein herzliches Dankeschön an Frank Schroedter von Engel & Zimmermann für die Gelegenheit, unsere Expertise in diese spannende Studie einzubringen und den Austausch über einen sicheren und wirkungsvollen KI-Einsatz mitzugestalten.
Hier erhalten Sie weitere Information und können die komplette Studie herunterladen:
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