CRA-Beratung: Cyber Resilience Act erfolgreich umsetzen

Der Cyber Resilience Act (CRA) schafft europaweit verbindliche Cybersicherheitsanforderungen für Produkte mit digitalen Elementen. Unternehmen müssen künftig nachweisen, dass ihre Produkte während ihres gesamten Lebenszyklus – von der Entwicklung bis zu Updates und Support – angemessen gegen Cyberrisiken geschützt sind.
Für Hersteller, Importeure und Händler entstehen dadurch neue Anforderungen an Produktentwicklung, Schwachstellenmanagement, Sicherheitsupdates, technische Dokumentation und Compliance-Nachweise.
Mit der CRA-Beratung von syracom setzen Sie diese Vorgaben strukturiert und praxisnah um – von der Betroffenheitsanalyse über die GAP-Analyse bis zur nachhaltigen Integration in Entwicklungs-, Governance- und Sicherheitsprozesse.

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Was der Cyber Resilience Act bedeutet

Der Cyber Resilience Act ist eine EU-Verordnung zur Verbesserung der Cybersicherheit digitaler Produkte im europäischen Binnenmarkt. Ziel ist ein einheitliches Sicherheitsniveau für alle Produkte mit digitalen Elementen – von einfachen Verbrauchergeräten bis zu komplexen industriellen Systemen.

Digitale Produkte werden zunehmend Ziel von Cyberangriffen. Schwachstellen in Software oder Hardware können nicht nur einzelne Unternehmen betreffen, sondern auch ganze Lieferketten oder kritische Infrastrukturen gefährden.

Die EU verfolgt mit dem CRA mehrere zentrale Ziele:

  • sichere Produkte bereits bei der Entwicklung
  • besseren Schutz für Verbraucher und Unternehmen
  • einheitliche Cybersicherheitsanforderungen im europäischen Binnenmarkt
  • mehr Transparenz in digitalen Lieferketten
  • stärkere Wettbewerbsfähigkeit europäischer Unternehmen

Der CRA trat im Dezember 2024 in Kraft und wird schrittweise bis Dezember 2027 vollständig verbindlich.

Wer vom CRA betroffen ist

Grundsätzlich jedes Unternehmen, das Produkte mit digitalen Elementen auf dem EU-Markt bereitstellt – unabhängig von Größe, Branche oder Herkunftsland. 

Wichtig für KMU & Start-ups: 

Der CRA sieht explizit Unterstützungsmaßnahmen für kleinere Unternehmen vor. Darunter Leitlinien zur Umsetzung, Helpdesks bei Meldepflichten sowie sogenannte Regulatory Sandboxes zum Testen neuer Produkte.

RolleVerantwortung im CRA-Kontext
Hersteller

Trägt die Hauptverantwortung für Sicherheit, Entwicklung und Konformität der Produkte über den gesamten Lebenszyklus

Importeure

Müssen sicherstellen, dass importierte Produkte die CRA-Anforderungen erfüllen, bevor sie auf den EU-Markt gelangen

Händler

Kontrolle, dass ausschließlich konforme Produkte vertrieben werden – übernehmen bei wesentlichen Änderungen Herstellerpflichten

Bevollmächtigte

Können regulatorische Aufgaben für Hersteller außerhalb der EU übernehmen

 

Welche Produkte fallen unter den CRA?

Der CRA gilt für sogenannte Produkte mit digitalen Elementen (PDE) – also alle Produkte, die direkt oder indirekt mit einem Gerät oder Netzwerk verbunden werden können.

Consumer-Produkte

Smartphones, Tablets, PCs, Smart-Home-Geräte, Wearables, vernetztes Spielzeug

Industrie & B2B

Industrielle IoT-Systeme, Firewalls, Steuerungs- oder Netzwerkkomponenten

Software

Apps, Betriebssysteme, Plattformsoftware, SaaS-Lösungen mit digitalen Elementen

Embedded Systems

Mikroprozessoren, Embedded Devices, vernetzte Sensoren, Smart-Meter-Komponenten

Ausnahmen vom CRA

Einige Produktkategorien sind vom Geltungsbereich ausgenommen, da für sie spezifische Sektorregelungen bestehen:

Auch internationale Hersteller betroffen.
Der CRA gilt für alle Hersteller, die Produkte auf dem EU-Markt vertreiben – unabhängig davon, ob der Unternehmenssitz innerhalb oder außerhalb der EU liegt.

Keine Compliance – keine Marktzulassung

Ab Dezember 2027 dürfen nicht-konforme Produkte nicht mehr auf dem EU-Markt vertrieben werden. Die Konsequenzen bei Nichteinhaltung sind erheblich.

GeldstrafeRückrufeHaftungReputation

von bis zu 15 Mio. € oder 2,5 % des weltweiten Jahresumsatzes – der höhere Betrag gilt

Produktrückrufe und Marktzugangssperren durch Behörden möglich

Haftungsrisiken bei Sicherheitsvorfällen durch unsichere Produkte 

Vertrauensverlust bei Kunden, Partnern und Investoren

 

Die wichtigsten CRA-Anforderungen

Der CRA stellt Anforderungen entlang des gesamten Produktlebenszyklus – von der Entwicklung über Updates und Support bis zur technischen Dokumentation.

Sichere Entwicklung & Risikomanagement

Produkte müssen nach dem Prinzip Security by Design entwickelt werden. Sicherheitsanforderungen müssen in Architektur und Entwicklungsprozesse integriert sein.

Sichere KommunikationMinimale AngriffsflächeSecure by Default

Verschlüsselung und starke Authentifizierungsmechanismen

Reduktion exponierter Schnittstellen und Dienste

Sichere Standardkonfiguration ohne manuelle Eingriffe

Grundlage dafür ist eine strukturierte Risikoanalyse, bei der potenzielle Cyberrisiken identifiziert, bewertet und reduziert werden.

Schwachstellenmanagement, Updates & Support

Unternehmen müssen systematische Prozesse zur Erkennung und Behebung von Sicherheitslücken etablieren.

Meldung von Sicherheitsvorfällen

Hersteller sind verpflichtet, aktiv ausgenutzte Schwachstellen und schwerwiegende Vorfälle über eine zentrale Plattform der EU-Cybersicherheitsbehörde ENISA zu melden.

Die Meldepflicht gilt ab September 2026

Aktiv ausgenutzte Schwachstellen müssen innerhalb von 24 Stunden nach Bekanntwerden gemeldet werden.

Dokumentation, Konformität & CE-Kennzeichnung

Unternehmen müssen nachweisen, dass ihre Produkte den CRA-Anforderungen entsprechen – der CRA baut auf dem bestehenden CE-Konformitätsrahmen der EU auf.

Was ist eine SBOM?

Eine Software Bill of Materials (SBOM) ist eine strukturierte Liste aller Softwarekomponenten eines Produkts – das digitale Äquivalent eines Zutatenverzeichnisses. Sie ermöglicht Transparenz über eingesetzte Bibliotheken, schnellere Identifikation von Schwachstellen und bessere Kontrolle über Lieferkettenrisiken.

Produktklassen & Konformitätsmodule

Der CRA unterscheidet Produkte nach ihrem Cybersicherheitsrisiko. Je nach Kategorie gelten unterschiedliche Konformitätsbewertungsverfahren.

CRA-Produktkategorien

Kategorie

Beispiele

StandardprodukteApps, Smart-Home-Geräte
Wichtige Produkte Klasse IBetriebssysteme, Bootmanager
Wichtige Produkte Klasse IIFirewalls, Container-Runtime
Kritische ProdukteSmart-Meter-Gateways, Smartcards

Konformitätsmodule (NLF)

Modul

Bedeutung

Modul A

Interne Fertigungskontrolle (Selbstbewertung durch Hersteller)

Modul B + C

Baumusterprüfung und Produktionskontrolle durch notifizierte Stelle

Modul H

Umfassende Qualitätssicherung durch eine unabhängige Drittstelle

Zeitplan für die CRA-Umsetzung

Unternehmen sollten frühzeitig mit der Umsetzung beginnen, da viele Anforderungen tief in Entwicklungs- und Governanceprozesse eingreifen.

Dezember 2024

CRA tritt in Kraft

Die Verordnung ist offiziell gültig. Die Übergangsfrist beginnt – Unternehmen sollten jetzt mit der Analyse starten.

 

Juni 2026

Konformitätsbewertungsstellen verfügbar

Akkreditierte Stellen für Produktprüfungen sind notifiziert und können für Konformitätsbewertungen beauftragt werden.

 

September 2026

Meldepflichten werden verpflichtend

ersteller müssen aktiv ausgenutzte Schwachstellen und schwerwiegende Sicherheitsvorfälle innerhalb von 24 Stunden an ENISA melden.

 

Dezember 2027 – vollständige Compliance erforderlich

Alle CRA-Anforderungen gelten

Neue Produkte dürfen ohne CE-Kennzeichnung und vollständige CRA-Konformität nicht mehr in Verkehr gebracht werden. Der EU-Marktzugang ist ohne Nachweis nicht mehr möglich.

Eine durchdachte Kommunikationsstrategie sorgt dafür, dass Informationen zielgerichtet weitergegeben werden und mögliche Reputationsschäden reduziert werden.

Unsere Leistungen – Ihr Vorsprung: CRA-Beratung von der ersten Standortbestimmung bis zur vollständigen Compliance

1. CRA-Readiness Check

Wir analysieren Ihre betroffenen Produkte, klären regulatorische Rollen, bewerten vorhandene Sicherheitsmaßnahmen und ermitteln den Reifegrad Ihrer Organisation – als solide Ausgangsbasis für alle weiteren Schritte.

2. Roadmap & Umsetzung

Basierend auf der Analyse entwickeln wir eine strukturierte Umsetzungsroadmap mit klaren Prioritäten, Verantwortlichkeiten und Zeitplanung – damit Sie termingerecht compliant sind.

3. Integration in Entwicklungsprozesse

Wir integrieren CRA-Anforderungen in Ihren Secure Development Lifecycle, DevSecOps-Prozesse, Sicherheitsarchitektur sowie Update- und Releaseprozesse – damit Cybersicherheit von Anfang an mitgedacht wird.

4. Dokumentation & Audit-Vorbereitung

Wir unterstützen beim Aufbau der erforderlichen technischen Dokumentation, entwickeln SBOM-Strategien, erstellen Konformitätsnachweise und begleiten Sie bei Audit- und Zertifizierungsprozessen.

Synergien mit anderen Regulierungen

Viele CRA-Anforderungen überschneiden sich mit bestehenden Standards und Regulierungen. Wer bereits auf ISO 27001, NIS2 oder DORA setzt, kann CRA-Anforderungen erheblich effizienter umsetzen – durch gezielte Nutzung vorhandener Strukturen und Prozesse.

Synergien bestehen beispielsweise mit:

ISO 27001

Informationssicherheit

ISMS-Strukturen, Risikomanagementprozesse und Dokumentationsstandards sind direkt für CRA nutzbar.

NIS2

Netz- & Informationssicherheit

Überschneidungen bei Meldepflichten und Risikomanagement gezielt nutzen, um Aufwand zu reduzieren.

DORA

Digitale Resilienz

Gemeinsame Governance, Incident-Response und Auditierungsanforderungen konsolidiert umsetzen.

IEC 62443

Industrial Security

Im Industrie- und OT-Umfeld bilden IEC-62443-Normen eine starke Grundlage für CRA-Konformität.

DevSecOps

Sichere Entwicklung

Security-by-Design und Secure-SDLC-Frameworks lassen sich direkt mit CRA-Entwicklungsanforderungen verknüpfen.

BSI

BSI-Standards

BSI-Technische Richtlinien konkretisieren CRA-Anforderungen und werden direkt in Ihre Compliance-Strategie integriert.

Eine integrierte Umsetzung reduziert Aufwand und schafft langfristig stabile Sicherheitsstrukturen.

Ihr Vorteil mit syracom

Regulatorik-Expertise trifft technische Umsetzung

Wir verbinden fundiertes CRA-Wissen mit praktischer Erfahrung in IT-Security und GRC – damit Compliance nicht bei der Theorie endet.

Praxisnahe Handlungsempfehlungen

Keine abstrakten Checklisten – sondern strukturierte Maßnahmenpläne, die Sie direkt umsetzen können.

Strukturierte Roadmap statt Einzelmaßnahmen

Wir entwickeln einen klaren Plan mit Prioritäten, Meilensteinen und Verantwortlichkeiten – für eine nachhaltige CRA-Compliance.

Integration in bestehende Prozesse

CRA-Anforderungen werden in Ihre vorhandenen Sicherheits- und Governanceprozesse integriert – ohne doppelten Aufwand.

Know-how aus IT-Security und GRC

Technische Sicherheitsberatung und Governance, Risk & Compliance aus einer Hand – nahtlos abgestimmt.

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Marius Dreixler_syracom AG

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Marius Dreixler

Product Manager Cyber Resilience Act

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Product Manager Cyber Resilience Act

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